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der Evangelischen Kirchengemeinde

Weißenfels und Burgwerben

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Jahreslosung 2020


Motiv von Reinhilde Rieger, www.wortimbild.de


Schnell ging Jesus dazwischen. „Was ist denn hier los?“ fragte er. „Worüber streitet ihr euch?“
Da trat ein Mann vor und sagte: „Mein Sohn, mein einziger Sohn ist schwer krank. Ich dachte,
deine Leute könnten ihm helfen. Aber es ging nicht. Hilf du ihm doch, wenn du kannst!“
Fragend runzelte Jesus die Stirn: „Wenn du kannst? Weißt du nicht, dass für Menschen, die auf Gott vertrauen, alle Dinge möglich sind?“
Da schrie der Mann voller Verzweiflung: „Ich vertraue ja auf Gott – aber manchmal verzweifle ich auch! Hilf mir zu vertrauen!“                                                                           (nach Mk 9,14-24)

 

Liebe Besucher,


die Jahreslosung für 2020 ist ganz schön herausfordernd! 

Sie ist ein Hilfeschrei von einem Mann, der um das Leben seines Sohnes kämpft. Und obwohl er sich nicht tapfer fühlt, ist er es doch. Gerade hat er eine Niederlage erlebt – selbst Jesus Leute konnten seinem Sohn nicht helfen. Er ist frustriert, wütend und traurig, dass wohl niemand seinem Sohn helfen kann. Eigentlich kann er auch gleich aufgeben. Doch er entscheidet sich, dass er noch einem von seinem Problem erzählt. Auch, wenn der nun vielleicht auch nichts mehr ändern kann. Und das gibt er offen und ehrlich vor Jesus zu.
Der Vater hat eine Entscheidung getroffen und damit schon den eigentlichen Schritt getan. Er wurde aktiv. Ist über seinen eigenen Schatten gesprungen und ist in dem Moment über sich selbst hinaus gewachsen. Er fragt nach dem Unmöglichen, obwohl er sich nicht vorstellen kann, dass Jesus nun noch etwas an der Situation ändern kann. Schließlich haben ja seine Leute bereits versagt.
Zweifel an Gott, Zweifel an sich selbst – das ist nur natürlich. Und es ist wunderbar, dass man das zugeben darf. Dass man auch mal ängstlich sein darf. Die Jahreslosung macht uns Mut ehrlich zu sein und auch von den schweren Momenten im Glauben zu berichten. Und Sie macht uns Mut nicht dabei stehen zu bleiben und in Schockstarre zu versinken, sondern einen Schritt nach vorn zu gehen: Über sich selbst hinauszuwachsen;  
mutig zu sein – den Sprung zu wagen.

Und am Ende wird vielleicht aus diesem verzweifelten Moment doch eine ganz positive Erfahrung. Vielleicht wird man am Ende noch dafür belohnt.

Ihre Pfarrerin Philine Hommel