"Ehre sei Gott in der Höhe

und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!"


Uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

 

 

 








„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“ (Mt. 2,10)

 

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage.

 Es ist der Stern, der die Weisen zur Krippe geleitet. Sie folgen einem guten Stern. Zugleich dient der Stern in vielen Advents- und Weihnachtsliedern als Symbol: „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern“. (EG 16).

In den Worten von Jochen Klepper dient der Stern als Symbol für einen neuen Morgen, einen neuen Anfang, den Gott mit den Menschen macht.  Durch das Kind in der Krippe schließt Gott einen einseitigen Bund mit den Menschen: „Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt. Der sich den Erkreis baute, der lässt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.“

Gott wünscht sich nichts anderes als dass wir Menschen sein Angebot, einen neuen Bund mit ihm zu schließen annehmen und damit vertrauen, dass seine Vergebung immer größer ist als die Schuld, die wir in unserem Leben auf uns laden. Wir sollen darauf vertrauen, dass seine Liebe unseren Hass überwindet, dass seine Vergebung am Ende einer jeden Gerichtsverhandlung steht. Vertrauen ist (gerade heute) das, was dem Menschen am schwersten fällt. Das würde nämlich heißen, dass alle Machtfantasien des Menschen letztendlich nichtig sind.

Aber das ist eben letztlich entscheidend: In Gottes Licht kommt unsere Finsternis zutage und wird zugleich erhellt. In Gottes Liebe erkenne ich wo ich lieblos und von Hass und Gleichgültigkeit gezeichnet bin. Diese Erkenntnis ist schwer auszuhalten. Doch Gott hilft uns gerade in diesen Situationen unseres Lebens. Sein Geschenk annehmen, heißt wirklich frei zum Guten werden. Durch ihn werden uns alle Dinge zum besten dienen (Röm 8,28) – auch wenn das vielleicht im Moment noch nicht so aussieht. Die Kraft, die damit einhergeht, reicht weiter als unser Verstehen und Begreifen. Sie kann sich in jedem Moment unseres Lebens zeigen – auch im letzten Moment wenn wir gehen müssen.

Diese Kraft lässt uns zugleich tätig werden, handeln. Die Jahreslosung für 2019 gibt uns einen Auftrag, der zu allen Zeiten wichtig ist. Allerdings gewinnt er gerade in unserer Zeit, in der Menschen aus Angst wieder Mauern bauen und Grenzen neu setzen, einen heilsamen Anklang: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps. 34,15). Frieden suchen, heißt anerkennen, dass er keine Selbstverständlichkeit ist; dass es Wege braucht, die zu gehen sind; dass hier und da angeklopft werden muss. Wir dürfen also durchaus tätige Bündnispartner sein. Ziel und Hoffnungszeichen ist uns an dieser Stelle der Stern, der Morgenstern, der einen neuen Morgen, einen neuen Anfang ankündigt: Jesus Christus. Lasst uns bei der Suche nach Frieden ihm folgen. Amen.